Das Schwere leicht gesagt

Trauer im Unternehmen

 

Kulturentwicklung

Tod und Trauer kostet unvorbereitete Unternehmen jährlich Milliarden

Tod und Trauer stehen quer zum Organisations- bzw. Unternehmenszweck. Sie sind weder clean noch lean. Sie kosten erst einmal. Allerdings: 

Die Art, wie Führungskräfte auf diese existentielle Herausforderung reagieren, entscheidet, ob das hierfür eingesetzte Geld unter Kosten oder Investitionen zu verbuchen sind. Den entscheidenden Unterschied macht die Unternehmenskultur. 

Kurz gesagt: Der alteingeschliffene Weg, Tod und Trauer alleine zu individualisieren und ins Private des Mitarbeiters zu verbannen, produziert automatisiert vermeidbare Kosten.

Es fällt auf, dass hier die Forschungslage äußerst überschaubar ist. In einer groß angelegten Studie des nordamerikanischen  „Grief Recovery Institute“ wurde untersucht, was „Tod und Trauer“ Unternehmen jährlich kosten. Bereits für 2003 standen dort für Deutschland: € 18 Mrd – und das jedes weitere Jahr mit steigender Tendenz. 

Die Wirtschaftswoche geht am 8.11.2012 in einem Artikel zum Thema „Tod in Unternehmen“ €16.000 pro Trauerndem (!) aus. Als einer der Hauptkostenfaktoren benennt der Artikel, dass sich die Betroffenen lange krankschreiben lassen – in der Regel also kein Kontakt zwischen Führungskraft und Mitarbeiter gewünscht ist. Das kann als deutlicher Hinweis auf die Firmenkultur und Arbeitsmedizin gewertet werden.

In verschiedenen Untersuchungen weisen Dr. Nathan DeWall und Prof. Roy Baumeister seit 2007 nach, dass je mehr, das Thema Tod ausgegrenzt wird, ein „dunkler, hoher Tribut“ fällig ist.

Allerdings, damit sind schon die wenigen Veröffentlichungen benannt, die über die ersten Seiten von Google zu finden sind.

Ohne Frage, die Zahlen für 2022 liegen spürbar höher als 2003 und werden auch weiter steigen. Hauptsächliche „Kostentreiber“ dürften der „Fachkräftemangel“ sowie der „Resilienzpegel“ der Mitarbeiter, der von der Corona-Situation geprägt ist. Aber auch dies ist ein deutlicher Hinweis auf die Unternehmenskultur und die Arbeitssicherheit.

Wer aktuell einen Todesfall im nächsten Umfeld zu beklagen hat, ist 24/7 betroffen – ein faktisches „an und Abschalten“ an der Unternehmenstüre, was immer wieder geäußert wird, ist, im Klartext “Bullshit“, fern von jeder Praktikabilität.

Im Gegenteil, eine solche Unternehmenskultur erhöht dem Druck auf den Betroffenen. Jene, die sich durch ein solches Ereignis nicht mehr mit ihrem Arbeitgeber verbunden fühlen verlassen das Unternehmen größtenteils binnen drei Jahren. Zugleich ist das Internet ist voll von Berichten der „Harten“, die sich nichts haben anmerken lassen und binnen Jahresfrist krank wurden. Unter diesem Blickwinkel die jährliche Gallup-Engagement Studie zu lesen, ist aufschlussreich. Toxische Unternehmenskulturen sind  klarer Kostenfaktor.

Wir sehen unsere Aufgabe bei Ihnen anders:

Wir unterstützen Ihren Bereich „Interne Kommunikation“ mit dem Ziel, dass ein wertschätzender und unterstützender Umgang auch bei den Themen Trauer und Tod Bestandteil Ihrer lebendigen Unternehmenskultur wird.

Entsprechend der von den Führungskräften vorgelebten Werte, kann, wie auch die Gallup-Studie Jahr um Jahr wieder feststellt, ein Unternehmen sehr gut qualifizierte Fachkräfte halten. Der Umgang mit Tod und Trauer ist dabei ein einzigartiger Brennpunkt für die gelebte Kultur einer Firma. Erleben hier ausgewiesene Fachkräfte klare, verständnisvolle Unterstützung stärkt das die Verbundenheit mit der Führungskraft und dem Unternehmen. Hier ist der Aufwand für die Unternehmenskultur eine Investition, die automatisiert Gewinne erwirtschaftet.