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Die FHWS führt für „Trauer im Unternehmen“ eine empirische Studie durch. Die Umfrage läuft von Mitte November bis Anfang Dezember 2022.

Mittendrin haben wir Lisa Bauer, Sprecherin der Studentinnengruppe, die bei Prof. Dr. Hillebrecht im Bereich International HR Management diese Studie für das Ingenieurbüro durchführt zum Gespräch eingeladen.

Im Folgenden lesen Sie das Transkript:

Studie Trauer im Unternehmen

Lisa Bauer im Gespräch mit Stefan Hund

Stefan Hund: [00:00:05] Ich begrüße dich ganz herzlich, liebe Lisa Bauer, hier auf diesem Kanal. Du bist Studentin an der FHWS, an der University of Applied Sciences, wie es ja so auf Neuhochdeutsch heißt und dort im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und belegst unter anderem den Studiengang Internationales HR Management.

Lisa Bauer: [00:00:34] Ich berichtige dich kurz an der Stelle. Es heißt nur International Management. Nicht, dass sich jemand wundert.

Stefan Hund: [00:00:39] Ah, okay. Okay. Ja, gut. Wie gesagt, ich kenne nun Professor Hillebrecht schon ein paar Tage länger und ich weiß einfach, dass er ein ausgezeichneter Prof. rund um das Thema Second Career und was auch immer Karriere ist. Und ja, da fällt mir bei ihm einfach in erster Linie immer HR ein.

Lisa Bauer: [00:01:01] Absolut verständlich. Genau. Wir haben ihn eben im Kurs. Das stimmt wiederum international Human Resource Management. Also du warst nicht ganz falsch. Richtig?

Stefan Hund: [00:01:10]  Ja. Eure Reise in diesem Semester begann zu einem Thema, was eigentlich nicht so ganz auf dem Lehrplan steht. Der Professor Hillebrecht sagte vorher Ich habe immer die Möglichkeit, drei, vier Projekte vorzuschlagen. Und dann habe ich gesagt Also wenn sich Studierende bei euch darauf einlassen auf dieses Thema „Trauer im Unternehmen“. Warum nicht? Ja, wie war das für euch damals, damals im Oktober oder September, als ihr euch das erste Mal da in Würzburg zu diesem Thema getroffen habt?

Lisa Bauer: [00:01:56] Ich würde sagen, der Andrang auf das Thema, wenn man es so nennen kann, war sehr groß und wir haben. Ich würde es damit begründen, dass es so ein unerforsches Thema ist. Also wir hatten bisher auch im Studium noch gar keine Berührungspunkte irgendwie mit dem Thema. Man kennt die typischen Themen Recruiting, Onboarding. Dazu gibt es auch andere Projekte, die Professor Hillebrecht anbietet. Aber dieses Thema Trauer im Unternehmen war mal was ganz Neues. Und genau deswegen freuen wir uns, dass wir euch da unterstützen und begleiten dürfen. Eben weil es bisher noch niemand gemacht hat und wir deswegen auch umso gespannter sind, was dann eigentlich rauskommen wird.

Stefan Hund: [00:02:32] Da kommen wir sicherlich nachher noch dazu. Unter uns. Ich bin genauso gespannt. Ich kann dir auch sagen, meine Chefin auch.

Lisa Bauer: [00:02:40] Das glaube ich sofort.

Stefan Hund: [00:02:43] Ja. Wie ist das eigentlich, wenn ich mich, wenn ich so bei dir rübergucke? Trauer ist doch eigentlich eher was für ältere Menschen und so alt siehst Du noch nicht aus. Wie ist das da bei euch gewesen?

Lisa Bauer: [00:02:56] Das ist genau der Punkt. Ich glaube, man unterschätzt es. Also auch junge Leute werden ja schon meistens viel zu früh mit den Themen irgendwo konfrontiert. Sei es der Tod der Großeltern beispielsweise oder auch Krankheiten im Familienkreis. Und es ist oftmals einfach ein Tabuthema. Also es wird höchstens mal mit Freunden drüber gesprochen, aber sonst eben nicht. Klar, man hofft natürlich, dass es einen eben nicht ereilt und dass man es auch wirklich erst ganz spät im Leben miterleben muss, dass jemand von einem geht. Aber ich würde sagen, es betrifft jeden Menschen früher oder später natürlich mal. Und umso trauriger ist es eben, dass es, wie wir schon gesagt hat, so ein Tabuthema ist, dass niemand drüber redet, dass es oft gemieden wird, weil auch keiner weiß, wie man damit umgehen soll.

Stefan Hund: [00:03:44] Und jetzt habt ihr eine kleine Forschungsarbeit angelegt. Was waren da für euch so die Gedanken?

Lisa Bauer: [00:03:51] Also wir standen erst mal vor der großen Herausforderung Wie startet man etwas, wozu es bisher noch nicht so viel gibt? Das heißt, wir haben uns überlegt, welche Fragen stellen wir uns denn eigentlich gerade? Was würde uns interessieren und haben dann schon mal gesagt okay, wir wollen erst mal die Arbeitgeberseite beleuchten. Also wie sieht es eben für den Arbeitgeber aus, vor allem für Führungskräfte, für Betriebsräte, aber auch natürlich für die Personalabteilungen, um unseren Bezug zu ja natürlich auch nicht zu verlieren. Womit werden die konfrontiert, wenn es zum Beispiel einen Mitarbeiter betrifft oder wenn es sogar wirklich vor den eigenen Augen in der Arbeit passiert? Und in dem Zusammenhang haben wir uns dann die Frage gestellt So, wie sieht denn die Situation eigentlich aus? Wie ist da gerade das Stimmungsbild? Wird darüber gesprochen? Wird sich damit auseinandergesetzt? Werden sich Gedanken gemacht? Und im nächsten Schritt dann auch ja, wenn es der Fall ist. Gab es bisher schon Vorfälle? Sind die Leute eventuell sogar bereit, ihre Erfahrungen zu teilen? Und da in dem Zusammenhang auch Was waren denn vielleicht die Auswirkungen? Was ist passiert? Wie wurde damit umgegangen? Und im letzten Schritt natürlich, falls es uns möglich ist, je nachdem, welche Ergebnisse wir auch erzielen. Gibt es irgendeinen Wunsch an Unterstützung oder einen Wunsch nach einem Leitfaden, nach Checkliste, was auch immer? Weil klar, bei diesem Thema gibt es kein richtig und falsch. Falsch wahrscheinlich schon eher. Aber so die perfekte Lösung wird es nicht geben, weil jeder Fall individuell ist. Aber gibt es irgendwas, was man so mit auf den Weg nehmen geben kann, dass man sich vielleicht sicherer im Umgang fühlt?

Stefan Hund: [00:05:23] Wie war es aber für euch einmal so beim Erarbeiten eurer Fragen?  Habt ihr nur gesagt, auf wir gehen auf uns selbst zurück. Denn es gibt ja ziemlich genau zwei Untersuchungen, die es weltweit zur Verfügung was heißt zur Verfügung? Da gibt es jeweils ein Exzerpt von 3/4 Seite. Das eine ist ja die Studie aus 2003, eine nordamerikanische, die auch im Buch von Sheryl, der Facebook Managerin.

Lisa Bauer: [00:05:55] Sandberg.

Stefan Hund: [00:05:56] Genau wurde Sheryl von Sheryl Sandberg zitiert wird in „Option B.“. Und dann gibt es noch eine französische. Aber wenn man da nicht ganz genau weiß, wo man suchen muss, findet man ja nichts.

Lisa Bauer: [00:06:09] Gut, wir haben natürlich mal geguckt, was gibt es denn eigentlich noch für andere Quellen? Also mal unabhängig von Studien. Wir hatten ja eben dank eurer Hilfe schon hier Info. Es gibt kaum Studien. Und damit sind wir natürlich anders gestartet. Dank dem guten Internet weiß man ja mittlerweile sich zu helfen und wir sind auf weitere Quellen gestoßen. Natürlich sind es keine Studien, das basiert nicht auf irgendwelchen Umfragen, sondern eher auf ja, dass Einzelpersonen versucht haben, da auch mal irgendwo ein bisschen Hilfestellung zu geben oder zusammengetragen haben, wie es zum Beispiel auch in deren Unternehmen so ein bisschen läuft. Man muss dazu sagen, Ergebnisse, die wir bisher schon haben, soviel kann ich verraten Deutschland ist da. Also wir schauen uns verschiedene Länder auch zum Teil ein bisschen an und wir haben uns da auf den deutschen und englischsprachigen Raum ein wenig fokussiert aufgrund unserer Sprachkenntnisse. Und Deutschland ist da schon noch ein Land, das relativ wenig dazu bisher preisgibt und das eben noch sehr verhalten mit diesem Thema umgeht. Während da in den in Amerika und also in den USA und England durchaus schon ein wenig mehr gemacht wird oder schon ein wenig mehr etabliert wurde. Also auch da merkt man halt wieder, je nachdem wie die Kultur auch ist, gibt es Unterschiede und so was beleuchten wir auch, sagen wir mal zumindest oberflächlich, weil es eben sehr schwierig ist, da wirklich in die in die Tiefe zu gehen.

Stefan Hund: [00:07:35] Ihr habt ja nun eine Umfrage gestartet. Habt ihr euch vorher überlegt? Ab wann ist die Umfrage ein Erfolg? Wie viele Leute sollten teilnehmen und wie viel haben möglicherweise bisher teilgenommen? Und können wir vielleicht den einen oder anderen noch motivieren, diese fünf Minuten zu investieren?

Lisa Bauer: [00:07:52] Wir würden uns natürlich freuen, weil wir einfach sagen ist wie gesagt, es betrifft jeden. Ich glaube, jeder kann da seinen kleinen Beitrag zu leisten und ist wahrscheinlich im Nachhinein froh darum, wenn sich dann in Zukunft neue Informationen ergeben. Aber ich glaube, das erste Mal seit ich sowas gemacht habe, hatte ich keine Erwartungen. Einfach weil ich mir dachte, mal gucken, was überhaupt dabei rauskommt. Es ist nun mal einfach für viele Menschen so ein wirklich sensibles Thema deswegen. Wir sind super stolz sagen zu können, dass wir schon über 120 Antworten haben. Die Umfrage läuft seit mehr als zwei Wochen und wird noch eine weitere Woche laufen. Und klar, an der Stelle kann ich natürlich nur jeden dazu animieren, der Lust hat, uns dabei zu unterstützen. Es dauert maximal fünf Minuten. Ganz einfach über eine Onlineplattform aus Auszug im Prinzip anklicken, ausfüllen. Es geht wirklich superschnell.

Stefan Hund: [00:08:45] Ja, das dauert wirklich nur fünf Minuten. Ich denke, wir verlinken das nachher auch noch und er sagt ich arbeite zwar in Deutschland oder wo auch immer, bin aber der deutschen Sprache nicht so mächtig. Englisch geht auch. Da kann man direkt am Anfang aussuchen. Und ihr habt ja auch gesagt, Mensch, wir geben denjenigen, die uns da unterstützen, auch ein kleines Goodie, wenn wir am Ende unsere Ergebnisse haben.

Lisa Bauer: [00:09:11] Richtig. Also am Ende der Umfrage wird man zu einer Seite weitergeleitet, wo man sehr gerne seine Emailadresse freiwillig hinterlassen kann und wir würden dann wird wahrscheinlich Februar sein eine Zusammenfassung unserer Ergebnisse dann den also freiwillig eben zukommen lassen und dann selbstverständlich auch ganz DSGVO konform das wieder löschen, damit das auch alles seine Richtigkeit hat.

Stefan Hund: [00:09:33] Ja, und wir haben das ja auch ganz bewusst getrennt. Die Umfrage ist zu Ende und dann wird man im Endeffekt, ich sage es mal ein bisschen böse rausgeschmissen und auch eine andere Homepage in der weil jetzt die von unserem Ingenieurbüro weitergeleitet haben wir dann eine Verbindung mit quenten, sodass da jeder eben halt so seine Informationen bestellen kann, ohne dass man nachher die Vermutung hätte Mensch, die wissen jetzt genau, wo ich geklickt habe.

Lisa Bauer: [00:10:04] Weil das muss man vielleicht auch nochmal betonen, dass es bei uns alles wirklich komplett anonymisiert. Also wir sehen gar nichts. Es wird am Ende mit einer Nummer verlinkt, die auch völlig wahllos generiert wird von dem System. Also wir können nichts nachvollziehen und nachverfolgen auf keine Art und Weise.

Stefan Hund: [00:10:24] Ihr habt ja auch noch. Es gibt ja diesen berühmten Spruch der Extrameile. Hier gilt ja auch noch die Extrameile. Wenn ich jetzt sage Mensch, ich will die Studentinnen nicht nur mit meinen fünf Minuten unterstützen, sondern ich will denen noch länger auf den Keks gehen, dann habt ihr ja doch ein anderes Angebot.

Lisa Bauer: [00:10:44] Genau. Wir bieten auch ein Interview an. Das ist ein Fragebogen, der schon fest generiert ist. Und weil wir natürlich wissen, dass es vor Weihnachten alles wirklich genug zu tun ist mit Weihnachtsfeiern, Geschenke besorgen etc., bieten wir eben an, dass man entweder diesen Fragebogen einfach selbst ausfüllt, wenn man die Zeit findet und uns dann eben per Email wieder zurückschickt. Auch an der Stelle natürlich. Die Email wird auch nach dem Ende des Projektes wieder gelöscht. Also da bleiben auch bei uns keine Daten. Und wenn man aber natürlich möchte und auch die Zeit hat, kann man natürlich super gern auch ein persönliches virtuelles Interview mit uns führen. Das Ganze findet über Sub statt, dauert 20 bis 30 Minuten, je nachdem wie viel Redebedarf man natürlich hat. Würde dann mit 1 bis 2 Studentinnen man muss dazu sagen wir sind alles Mädels stattfinden und wir würden uns super freuen, wenn dann noch zusätzlicher Unterstützung kommt.

Stefan Hund: [00:11:44] Bei Wahlabenden zur Bundestagswahl oder so. Das heißt immer ab 18:00. Sagen wir Ihnen die ersten Ergebnisse. Kannst du schon mal ein Zwischenergebnis oder was? Du hast vielleicht schon mal reingeguckt. Was hat dich am am ehesten irritiert, angesprochen, bestätigt.

Lisa Bauer: [00:12:01] Oder bestätigt bzw. irgendwo auch ein bisschen erschreckt hat mich das über 75 % schon angegeben haben, im Beruf mit dem Thema konfrontiert worden zu sein. Also wirklich im Beruf. Und das finde ich schon eine harte Nummer, wenn man bedenkt, dass man so wenig davon hört. Dazu haben wir noch die das Ergebnis bekommen, dass über 50 % sich eben schon mit diesem Thema bezüglich einem wirklich selbst, weil sie selbst damit konfrontiert wurden, auseinandersetzen mussten. Also. Und dazu kommen noch mal ich glaube es waren über 25 %, die aus persönlichem Anlass Probleme damit hatten. Also das sind alles Zahlen, die im Prinzip bestätigen, was wir schon befürchtet haben, dass das ein wirklich wichtiges Thema ist, was angesprochen werden muss. Man sieht aber, also man hört es gerade an diesen Zahlen, man wusste davon bisher einfach viel zu wenig. Also es ist einem nicht bewusst, wie wie groß da die, die die Reichweite oder diese die Weite dieses Themas bisher ist. Und da sind wir eben dahinter als zu gucken was kommt dabei noch weiter raus. Ich will auch nicht zu viel verraten natürlich, dafür ist ja unsere Summary.

Stefan Hund: [00:13:15] 

Lisa Bauer: [00:13:15] Da. Genau. Aber man kann auf alle Fälle sagen, die Notwendigkeit dieses Thema anzusprechen ist da und der Bedarf nach Unterstützung existiert ebenfalls.

Stefan Hund: [00:13:30] In 2012 hatte HRM.de einen Artikel rausgehauen. Die haben damals gesagt, die Unternehmen sind zu 98 % beim Thema Trauer blank, wie ein Kinderpopo

Lisa Bauer: [00:13:47] Nett ausgedrückt.

Stefan Hund: [00:13:50] Aber ich höre im Endeffekt, wenn er wirklich will. Beendet hat sich da an der Kommunikationspolitik nichts. Das heißt also, ich habe im Endeffekt so auf der einen Seite die Erfahrung der Mitarbeiter und auf der anderen Seite die veröffentlichte Meinung, die Kommunikation der Unternehmen. Will man da nicht hinschauen, gibt es ja keine Angebote. Ihr habt ja auch. Das kann ich vielleicht auch noch mal sagen. Ihr fragt natürlich auch was. Was bräuchte ich? Habt ihr da schon irgendwie eine Tendenz? Oder sagen die Leute, wir wissen es auch nicht?

Lisa Bauer: [00:14:25] Unterschiedlich. Also dass man vielleicht in dem Zusammenhang auch mal sagen muss uns. Wir fragen auch ab, wie eben die Kommunikation zum Beispiel intern stattfindet, also ob man als Mitarbeiter dann überhaupt davon erfahren hat, dass zum Beispiel ein Kollege betroffen ist oder eben wie das aussieht. Und dann natürlich auch auf welche Art und Weise. Ob das jetzt eine Rundmail war oder übers Intranet oder wie auch immer. Und was sich dann auch rausstellt, ist, wir haben am Ende auch die Frage, ob man sich eben so eine Art Leitfaden, eine Checkliste, was auf die Art und Weise wünscht und da kann er sich eindeutig sagen, ja, der Wunsch, da ist es definitiv, da man, wenn sich jeder mal reinversetzt, man hat Mitarbeiter, für die man verantwortlich ist, einem passiert etwas und man hat wirklich keine Unterstützung und keine Ahnung was was man jetzt machen soll. Ich glaube die wenigsten wären darauf vorbereitet und wüssten jetzt, wie sie am besten handeln.

Stefan Hund: [00:15:19] Absolut. Zumal ich habe heute Morgen mit einer Headhunterin gesprochen. Die arbeitet normalerweise für C-Level der ganz bekannten Unternehmen, auch DAX Unternehmen. Und die sagte selbst, vor über 15 Jahren ist ihr Vater gestorben und ihr Chef sagte: Wir müssen den Auftrag noch durchziehen. Und sie merkte innerlich. Eben gerade ist ein Riss durchgegangen. Und zwei Monate, drei Monate später …,  Sagt sie jetzt eben halt heute Morgen im Gespräch, also im Nachhinein hat sie dann das Unternehmen verlassen, weil sie merkte, das passt nicht mehr.

Lisa Bauer: [00:16:01] Ja.

Stefan Hund: [00:16:01] Ja.

Lisa Bauer: [00:16:02] Vor allem halt aktuell auch. Man muss da doch mal einbringen, der Fachkräftemangel. Man sollte wirklich darauf achten, wie man mit seinen Mitarbeitern umgeht. Und vor allem bei so einem Thema. Wie gesagt, jede Person geht damit anders um. Die einen werfen sich in die Arbeit, die anderen brauchen ganz dringend eine Auszeit. Man muss wirklich individuell auf die Person eingehen, weil sonst. Bestes Beispiel ist und gerade beschrieben hast, verliert man gute Mitarbeiter am Ende.

Stefan Hund: [00:16:28] Ja, also wir haben ja vom Ingenieurbüro aus den sogenannten Schwarzen Brandschutzordner. Das heißt also, nach Anlass geordnet haben wir acht Ablaufpläne,von der Grundstruktur her. Was kann ein Unternehmen tun? Das muss natürlich ausgefüllt werden. Ähm, so dass man da wirklich auch den Mitarbeitern was Gutes tun kann.

Stefan Hund: [00:16:51] Und wie würdest du sagen, in der Betriebswirtschaft geht es ja auch immer um die Frage von Kosten und Investment. Ist. Ein finanzieller Einsatz, will ich mich erst mal vorsichtig ausdrücken. Für das Thema Trauer, ist das auf der Seite von Kosten oder auf der Seite von Invest.

Lisa Bauer: [00:17:12] Definitiv nicht kosten. Weil wenn man am Ende nämlich den Mitarbeiter verliert, weil man nichts gemacht hat, dann entstehen die Kosten. Dementsprechend definitiv ein Investment, weil man in seine Mitarbeiter investiert, in deren Wohlbefinden und auch in das Betriebsklima und in auch die Unternehmenskultur. Also gleichzeitig in so viele Aspekte. Ich baue ja alles aufeinander auf. Es ist ja auch zum Beispiel man dann wahrgenommen wird und am Ende muss man drüber reden. Employer Branding kommt dann wieder dazu. Also das ist wie so ein Domino, das sich dann bedingt und am Ende alles auf einmal umfällt, wenn da ein ein schlechter Vorfall geschieht.

Stefan Hund: [00:17:49] Ja. Ich sage mal, ganz herzlichen Dank.

Lisa Bauer: [00:17:54] Vielen Dank dir.

Stefan Hund: [00:17:54] Und ihr habt ja jetzt noch bis zum Sonntagabend meine Vermutung und irgendwann die Nacht werdet ihr wahrscheinlich dann automatisiert oder wie auch immer. Vielleicht erst am Montag die Umfrage schließen und dann Weihnachten feiern und dann auswerten. Oder andersrum. Und dann gibt es dann im Februar die Ergebnisse. Und ich kann mir gut vorstellen, wenn es dann die Ergebnisse gibt, dass ich euch noch einmal einladen werde, dass wir hier darüber sprechen. Ganz herzlichen Dank, liebe Lisa.

Lisa Bauer: [00:18:27] Ja, sehr gerne und vielen Dank dir! Und wir freuen uns natürlich über jeden, der uns unterstützen möchte und an unserer Umfrage und auch an unserem Interview teilnehmen möchte.

Stefan Hund: [00:18:36] Link gibt es hier unten gleich. Okay, danke.

Lisa Bauer: [00:18:41] Ciao.

Stefan Hund: [00:18:42] Tschüss.

Studie "Trauer im Unternehmen" - Lisa Bauer im Gespräch mit Stefan Hund
Studie „Trauer im Unternehmen“ – Lisa Bauer im Gespräch mit Stefan Hund